Kurosh Soliloquium

Reflexionen über das Leben!

Mein Leben in der Illusion ohne Illusionen!

Transformation durch den Tod

Das Sterben ist immer der erste Schritt zu einer Transformation. Denn der Tod kann für Bewegung in der Entwicklung des Menschen sorgen. Das Leben wird zu einem Workflow. Das ganze vollzieht sich zwischen Ausformung und Auflösung. Der Tod führt zum zurücklassen von gestalteter Form.

Der Mensch kann fähig sein, seine Verhaltensweise und damit sich selbst, aus den sich heraus ergebenden Erfahrungen, zu verändern. Es gibt eine Notwendigkeit zur ständigen Veränderung. Der Mensch ist fähig bis an sein Lebensende zu lernen. Lernen hat aber mit anhäufen von Wissen nichts zu tun. Lernen bedeutet nur die Bereitschaft zum Transformationsprozess.

Ein Mensch, der den Transformationsvorgang verweigert, gerät in innere und äußere Schwierigkeiten. Eine Neurose kann man als partielle Engtwicklungsverweigerung definieren. Es gilt die Wandlung und Veränderung zu verstehen bzw. anzunehmen. Denn seit der Mensch die verbotene Frucht der Baum der Erkenntnis gegessen und seine primäre Naivität verloren hat, ist ein Streben nach erweitretem Wissen und nach einer höheren Bewusstseinsstufe entstanden.

Das Ich innerhalb der Persönlichkeit hat Schwierigkeiten, die Aufforderung zur Veränderung anzunehmen, weil jegliche Veränderung immer mit Risiko ins Unbekannte hinein erfolgt. Es muss eine bewusste Herbeiführung der Auflösung, des Aufgebens von Lebensformen und Bindungen stattfinden. Nur wenn man nicht am Leben festhält, wird der Tod wie Transformation aussheen. Das ist Satchidananda (Wahrheit, Bewusstsein, Seligkeit).

Kurosh Seghatolesami
Dez. 2004, Wien

Es gibt tausend Wege für einen jeden, tausend Möglichkeiten der Geburt, der Wandlung, der Wiederkehr.

Hermann Hesse, Herr Claassen

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